Wahrgenommene Preisfairness bei Revenue Management im Luftverkehr

Mark Friesen, Sven Reinecke

Revenue Management als eine innovative Form der erlösmaximierenden Preis- und Kapazitätssteuerung rettete in den 80er Jahren eine ganze Industrie vor dem Untergang. Mittlerweile fest als Industriestandard im Luftverkehr etabliert, scheint die Frage nach dessen wahrgenommenen Preisfairness immer noch unbeantwortet. Insbesondere die sog. Billigfluggesellschaften oder Low Cost Carrier geben Anlass zu kundenseitigen Gerechtigkeitsüberlegungen. Der Beitrag stellt systematisch die unterschiedlichen Revenue Management-Ansätze von etablierten Fluggesellschaften und Billigfluggesellschaften und deren empfundener Fairness gegenüber und leitet Handlungsempfehlungen für ein beziehungsorientiertes Revenue Management ab.

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Wettbewerbsrechtliche Aspekte der Flugpreiswerbung von Billigfluggesellschaften – eine Bestandsaufnahme der deutschen Rechtssprechung

Mark Friesen

Billigfluggesellschaften werben mit zum Teil aggressiven und provokativen Werbeslogans um die Verbraucher. Der Flugpreis steht dabei im Mittelpunkt. Die Preiswerbung stösst bei den deutschen Wettbewerbsbehörden und Verbraucherschützern wiederholt an die Grenzen des wettbewerbsrechtlich Zulässigen. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Beitrag drei Ziele: Erstens soll durch eine Aufarbeitung der jüngsten Rechtsprechung zur Flugpreiswerbung von Billigfluggesellschaften die zum Teil emotional geführte Debatte auf eine neutrale Urteilsgrundlage gestellt werden. Zweitens wird der Versuch unternommen, die wichtigsten wettbewerbsrechtlichen Leitlinien für die Preiswerbung von Billigfluggesellschaften in Deutschland herauszuarbeiten. Ferner will der Artikel drittens auch dazu dienen, das Verständnis für das Geschäfts- und Preismodell „Billigfluggesellschaft“ bei allen Beteiligten zu schärfen.

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Preiswahrnehmung bei europäischen Low Cost Airlines – Eine phänomenologisch-explorative Untersuchung anhand von Fokusgruppen

Mark Friesen

Kunden nehmen die Preise europäischer Low Cost Airlines (LCAs) nicht auf Grund der tatsächlich beobachtbaren Preise wahr, sondern vergleichen jeden externen Preisstimulus mit subjektiv gebildeten Referenzpreisen. Sowohl intermodale als auch intramodale und modalfremde Referenzpreise helfen den Passagieren bei der Findung komparativer Preiseinschätzungen. Es konnte anhand von vier Fokusgruppen gezeigt werden, dass zwischen verschiedenartigen Kundengruppen veritable Unterschiede bei der Perzeption der Preise europäischer LCAs und deren empfundener Fairness bestehen. Eine allzu starke Senkung und Variation der funktional-intramodalen Referenzpreise kann negative Folgen für die Preiswahrnehmung haben.

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